schreckensmoment

kurz vor knapp ist es passiert. der allseits gefürchtete sturz einer schwangeren. kam ich beim minirobotgirl gänzlich sturzfrei durch einen glatten und glitschigen winter, so stürzte ich nun vollekanne bei strahlendem sonnenschein in woche 37 auf meinen kugelrunden bauch.

zuallererst sei gesagt: kind nr.2 ist wohl auf, befindet sich immer noch inside und benimmt sich so wie gehabt. mir geht es nach dem sturz auf bauch, handgelenk und ellenbogen ebenfalls tadellos. bis auf ein paar schürf wunden an genanntens stellen und nem fetten angstmoment ist alles toppi.
und minirobotgirl ist zum glück ebenfalls wohlauf! was auch ein großes glück ist, denn es hätte alles anders kommen können.

nun also zum unfallhergang.
am vatertag besuchten wir mädels das tropenaquarium. minirobotgirl war von anfang an total aufgedreht und rannte was das zeug hergab in der gegend herum.
wir fanden nur eine parkplatz mit „langem“ fußweg.
und daß war das eigentliche problem.
nach unserem besuch, ich ließ minirobotgirl auf dem weg zum parkplatz, nebenher laufen, weil ich sie jetz nicht mehr die ganze strecke tragen wollte und sie sich eh nicht tragen ließ.

auf halber strecke rannte sie ein stück zurück. in die falsche richtung. dabei auch noch in richtung straße.
so daß ich schnell einen sprint hinlegen wollte um das kind noch rechtzeitig einzufangen. weil sie meine halt / stop rufe ignorierte.
während ich scheinbar in zeitlupe vor mich hin stolperte merkte ich ein ungleichgewicht. ein tick zu weit nach vorne. einige schritte lang mit dem oberkörper in der luft, mit den armen rudernd. sah ich minirobotgirl schon auf der straße flitzen. nach dem sturz also sofort aufgesprungen und kind nr.1 hinterher.

kam doch schon ein auto von vorne. zu unserem glück war es eine kopfsteinpflasterstraße, zu dem zeitpunkt wenig befahren. so nahm der autofahrer nochmal das fuß vom gas, als er die szene sah und mich wild mit den armen winkend am straßenrand.
minirobotti verschwand lachend hinter einem parkenden auto und wollte kriegen spielen.

in dieser kurzen zeit hatte ich angst um beide kinder. ganz schrecklich!!!
als ich robotti dann schnappte war ich dabei so wütend auf sie. weil sie noch immer lachte, und den ernst der lage überhaupt begriff. wobei ich doch gleichzeitig kurz verzweifelt und panisch am liebsten in tränen ausgebrochen wäre. eigentlich bin ich ja nicht so dramatisch und ängstlich aber ein paar momente malte ich mir schlimme szenarien aus, von einem überfahrenen minirobotgirl. einem leblosen Kind.nr.2. was man sich als mutter so ausmalen kann.

meine begleitung tante pommes reagierte zum glück ganz unpanisch. wir stellten schnell fest, ich muss ins krankenhaus. überlegten in welches. machten uns auf den weg zum auto. und erörterten dabei den hergang und die eventuellen konsequenzen, die natürlich garnicht so schlimm sein konnten. daß normale und nüchterne verhalten hat mich ziemlich beruhigt.
(bestimmt hatte sie in wirklichkeit ebenso ein muffensausen wie ich)

im krankenhaus kam ich sofort ans ctg. und da war schon alles in ordnung. als ich dann endlich auch wieder die kindsbewegungen spürte, hatte ich schon keine so dolle angst mehr. ultraschall ergab auch nix bedrohliches. ein standart programm bei gestürzten schwangeren ist nach dem babycheck, eine vorstellungen beim unfallchirurgen und eine 24 stündige beobachtung.
also blieb ich über nacht. auf eigene verantwortung darf man natürlich gehen, aber da sah ich keinen grund für. lieber wollte ich doch sichergehen, daß wirklich nix passiert ist, was man nicht beim ctg oder ultraschall sieht.
sonst hätte ich doch eh bei jedem ziehen und ziepen wieder angst bekommen.

an diesem tag war ich die dritte schwangere, die aufgrund eines sturzes in der kreißsaal ambulanz eintraf.

am nächsten tag teilte sich minirobotgirl mit mir das mittagessenimage

so im nachhinein überlege ich, wie man einer zweijährigen daß verhalten im straßenverkehr klar machen kann. bei jedem spaziergang ist mir jetz etwas mulmig. wir wohnen an einer vielbefahrenden hauptstraße. irgendwie dachte ich, robotti hätte besser verstanden, was eine straße und ein fußweg ist. ich fühl mich etwas versagermäßig.

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3 Gedanken zu “schreckensmoment

  1. Ach du Schreck… ich hatte ja auch einen Autounfall mit Babykugel und bin auch sicherheitshalber zum Frauenarzt gegangen. Aber solche Situationen, wo die Kinder unkontrolliert Richtung Straße rennen, kenne ich mit Mia auch. Ganz schlimm ja. Schwanger kam ich da auch fast nicht hinterher und hab sie (gegen ihren Willen) z.B. auf Parkplätzen fest an die Hand genommen. Sie hasst das ja…

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  2. Oh nein :-/ das kann ich mir auch ohne Mama zu sein vorstellen was das für ein Schreck ist!!! Tipp hab ich leider auch keinen, ich kann nur sagen wie ich es mit meiner Nichte mache (sie ist 2 Jahre)… wenn sie laufen will und wir an einer Straße oder in der Nähe einer Straße sind darf sie nur an der Hand laufen. Das hab ich sehr konsequent durchgezogen, Anfangs noch mit Buggy habe ich sie wenn sie losgelassen hat und/oder losrennen wollte sofort in den Buggy gesetzt und angeschnallt, das fand sie natürlich total doof, mittlerweile weis sie ungefähr bei was ich nicht mit mir Spaßen lasse allerdings hab ich auch das Gefühl das es bei mir besser klappt aber sie bei Mama doch noch mehr Grenzen testet.
    Ich wünsch dir jedenfalls von ganzem Herzen KEINEN SOLCHEN Schrecken mehr und dafür ganz viel schöne Zeit 🙂

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