Reiseangst und Heimweh

Warum ich meinen Kurztrip nach Helsinki so lange rausgeschoben habe ist, auch meiner Angst geschuldet, die Reise zu organisieren. Das liegt mir nämlich nicht. Dabei muss ich mich ja sogar nur um die Flüge kümmern. Und dann noch, verreisen mit Kind. Was wenn das Minirobotgirl nicht mitmacht?

Da hatte ich dann also die Flüge gebucht war froh uns stolz wie Bolle. Und gehe am Tag vorher nochmal alle Verbindungen durch, weil wir keinen Direktflug hatten. Sondern mit Umsteigen in München. Und bei den Informationen kommt heraus, eigentlich könnten 40Minuten für das Umteigen zu knapp sein, bis gerade zu unmöglich. Hab mich erstmal über meine Dummheit geärgert, dass ich so was gebucht hatte. Dann Nervenzusammenbruch, paar Telefonate und Gespräche. Dann scheissdrauf.

Tatsächlich verpassten wir unseren Anschlußflug, etwas Verspätung beim Abflug, beim Landen Verspätung, wegen Nebel und dann saßen wir auch noch in der hintersten Reihe und kamen nicht raus.

Am Flughafen ging es dann alles sehr einfach weiter. Wir waren schon umgebucht, bekamen Essensgutscheine und mussten lediglich auf den nächsten Flug warten. Der bis zum letzten Platz ausgebucht war. Hatten wir wohl Glück gehabt, auch noch mit zu kommen.

Die Zeit, circa 5 Stunden,  ging einigermaßen schnell um. Es befand sich ein super Spielplatz auf unserer Ebene. Der schlimmste Fall war nun also eingetreten, dadurch fehlte uns leider ein Tag Aufenthalt in Finnland. Was bei dem eh schon Ultra kurzem Aufenthalt ziemlich doof war, aber sonst war eigentlich Garnix los. Wie das nun mit einer Kinder Karre am Flughafen läuft (jedesmal weiß man nicht genau wo man sie abstellen soll und wiederbekommt) weiß ich auch.

Auf unserem Rückweg mussten Robotti und ich einen Teil der Strecke zum Flughafen alleine bewältigen. Aber dank genauer Instruktionen, meiner Freundin und einen ziemlich klarem Bahnnetz, schafften wir auch das. Umsteigen, am Flughafen diesmal, lief total reibungslos und wir hatten sogar noch genug Zeit um einen kurzen Spielplatz Stopp einzulegen und die Toilette aufzusuchen.

Und was ich damit nun erzählen wollte? Hat mir ganz gut getan mal wieder etwas zu tun, vor dem ich eigentlich Schiss habe. Ich merke es immer wieder, ich bin so ein Drückeberger, der sich an unangenehmen Situationen rum manövriert und diese möglichst lange vor sich her schiebt. Und Jedesmal freu ich mich hinterher und wunder mich, was daran denn nun so schlimm gewesen sein soll.

Wenn man das nur immer vorher wüsste…

Was die Furcht betrifft, das Kind könne Probleme machen, kann ich nur sagen, es war ebenso unberechtigt. Es gab nur zwei Situationen, die etwas unangenehm waren. Abends, wir schliefen zwei Nächte auswärts, bekam Minirobotgirl Heimweh und wollte zuhause schlafen. Und auf dem Heimweg im Flugzeug verlangte Sie nach Spagetti zum Essen. Nach langem Heulen, weil ich auch echt nix mit hatte um von dem Spagetti Wunsch abzulenken, konnte ich den angebotenen Käse Sandwich etwas modifiziert anbieten. Merke: besser vorbereitet sein.

Den Rest hat Sie mitgemacht, als wäre es etwas ganz Alltägliches. So durch die Gegend zu jetten. Ich habe auch zum aller ersten mal gehört, das Robotti zu einem Fremden (Flugbegleiterin) laut und deutlich ihren Namen und ihr Alter sagte.

 

Advertisements